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The Institute for Democracy and Civil Society

Wichtige Geldgeber:
Amadeu Antonio Stiftung, Deutsches Bundesprogramm "Demokratie leben! [Demokratie leben!],...Alle sehen
Amadeu Antonio Stiftung, Deutsches Bundesprogramm "Demokratie leben! [Demokratie leben!], Stiftung Mercator, Facebook (jetzt Meta), Campact e.V./Campact Democracy Foundation Weniger sehen
Verwandte Projekte: 
Machine Against the Rage (MATR), Staatliche Maßnahmen der Bundesländer gegen Hate Speech, Hate Not Found?!
Starke Verbindung zu: 
Toneshift - Network Against Online Hate and Disinformation, Amadeu Antonio...Alle sehen
Toneshift - Netzwerk gegen Online-Hass und Desinformation, Amadeu Antonio Stiftung, NEOVEX Weniger sehen

Das 2016 mit einer Anschubfinanzierung der Amadeu Antonio Stiftung in Jena gegründete Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) ist Teil des Thüringer Demokratieprogramms denkbunt und seit 2020 auch ein Knotenpunkt des vom Bund geförderten Forschungsinstituts für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Es präsentiert sich als eine Forschungsdrehscheibe, die "antidemokratische Phänomene" in ganz Deutschland: Hasskriminalität, Antisemitismus, Rechtsextremismus, Verschwörungstheorien und die digitalen Ströme, die sie verbinden. Politikwissenschaftler, Soziologen, Psychologen und Datenanalysten haben ein gemeinsames Ziel: Vorurteile in Datensätze verwandeln, Netzwerke aufspüren, veröffentlichen. Die jüngsten Arbeiten konzentrieren sich auf digitale Konflikte. Maschine gegen die Wut (2025-), ein Online-Magazin, das Hass- und Desinformationsströme analysiert, läuft unter dem toneshift-Netzwerk und wird durch das Programm Demokratie leben! des Bundesfamilienministeriums finanziert. Der gleiche Zuschuss finanziert toneshift - Netzwerk gegen Online-Hass und Desinformationfür das das IDZ die Dateninfrastruktur liefert. Frühere Projekte umfassen Staatliche Maßnahmen der Bundesländer gegen Hate Speech (Campact & Amadeu Antonio, 2021) and Hass nicht gefunden?! - eine von Facebook finanzierte Studie über rechtsextremes De-Platforming (2020). Weitere Leuchtturmprojekte untersuchen die mutmaßliche Abwanderung von Rechtsextremisten auf neue Plattformen nach einem Verbot, Interaktionsschleifen zwischen antimuslimischen Hetzern und mutmaßlich dschihadistischen Milieus sowie die statistische Verbindung zwischen Online-Verunglimpfungen und Offline-Übergriffen. Das IDZ ist Partner im Bundesnetzwerk gegen Online-Hass und Desinformation und betreut entsprechende EU-Promotionsarbeiten mit. Eine Schwesterorganisation, Civic Research and Innovation (CRI), die unter derselben Adresse angesiedelt ist, verfolgt einen ähnlichen Arbeitsansatz.

Kommentar:
Die Aufgabe von IDZ ist die Dokumentation rechter Rhetorik im Internet. Die Forscher durchforsten Telegram-Feeds und Tweets und kartieren mit wissenschaftlicher Zurückhaltung Zusammenhänge zwischen Online- und Offline-Gewalt. Die Ergebnisse liefern Daten und Analysen, die von Behörden und Journalisten zitiert werden können. Doch das Institut vermengt seine ehrenwerten Ziele mit zweifelhafter politischer Sündenbockarbeit. So stellte das IDZ in seinem veröffentlichten Factsheet zum Thema diejenigen, die den widersprüchlichen und oft willkürlichen Maßnahmen während der Covid-Periode skeptisch gegenüberstehen, in eine Reihe mit Antisemiten und Rassisten. Die Berichterstattung über den Ukraine-Krieg - und die damit einhergehenden prorussischen Kampagnen und Lücken in der Moderation der Plattformen, um diesen Krieg zu unterbinden - wurde von Vorschlägen für eine strengere Regulierungsaufsicht begleitet, wobei russische staatlich unterstützte Informationen besonders hervorgehoben wurden. Das Institut befasst sich nicht mit der Art des geopolitischen Konflikts, wie er sich im politischen Diskurs widerspiegelt, sondern akzeptiert die offizielle Linie, dass Informationsbedrohungen aus Moskau eine Priorität darstellen und bekämpft werden müssen. Auch scheint sich das IDZ nicht besonders mit den rechtsextremen Elementen zu befassen, die offiziell und inoffiziell einen Großteil des ukrainischen Militärs ausmachen. Es ist sicher kein Zufall, dass dies genau die Positionen sind, die von Washington, Berlin und Brüssel vertreten werden. Die Partnerschaft des IDZ mit den Ministerien garantiert Finanzierung und Zugang, kann aber die Schärfe der Kritik an der extremen Rechten abschwächen. Das Ergebnis ist eine kuratierte Landkarte, die oft eine offizielle Sichtweise mit Scheuklappen einschmuggelt und sie als moralisch gerecht darstellt. Es wird behauptet, dass der russische und schließlich auch der chinesische Einfluss das heimische Publikum bedroht, während der Einfluss der US-Außenpolitik in Europa und der von ihr so oft unterstützte Extremismus sowie pharmazeutische Missstände nicht unter die Lupe genommen werden.

Über die Organisation

Began content controls: 

2016

Status:
Aktiv
Durchführer
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