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Stiftung Neue Verantwortung (SNV)

Wichtige Geldgeber:
Stiftung Mercator, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien...Alle sehen
Stiftung Mercator, Bundesbeauftragter für Kultur und Medien (BKM), William and Flora Hewlett Foundation, Open Society Foundations (OSF), Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Reset Tech Weniger sehen
Verwandte Projekte: 
Programm "Stärkung der digitalen Öffentlichkeit und Plattformregulierung".
Starke Verbindung zu: 
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Die Stiftung Neue Verantwortung (SNV), die 2024 in Interface umbenannt wurde, ist ein gemeinnütziger Think Tank mit Sitz in Berlin, der 2008 inmitten der Weltwirtschaftskrise gegründet wurde. Sie wurde unter der Annahme gegründet, dass die drängenden technologischen und sozialen Herausforderungen der Zeit eine Zusammenarbeit zwischen Regierung, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Industrie erfordern. Die Forschung der Organisation kombiniert Datenanalyse mit politischer Analyse, um die öffentliche Politik zu informieren, insbesondere auf deutscher und europäischer Ebene. SNV präsentiert sich als Plattform für eine evidenzbasierte Diskussion über die digitale Transformation und bietet politische Empfehlungen. Eines ihrer Kernprogramme, Stärkung der digitalen Öffentlichkeit und Regulierung von Plattformensoll einen Beitrag zu den europäischen Debatten über die Regulierung großer Online-Plattformen leisten. Der Schwerpunkt liegt auf der Risikobewertung, den Transparenzanforderungen und den Mechanismen der Rechenschaftspflicht für Plattformen nach EU- und nationalem Recht. SNV erhält Finanzierung von deutschen philanthropischen Stiftungen und institutionellen Kunden, darunter die Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien. In den Jahren 2017 und 2018 erhielt sie zwei Zuschüsse in Höhe von insgesamt $150.000 von der Hewlett Foundation "zur Unterstützung der Forschung über die Verbreitung und Auswirkungen von Fehlinformationen." Im selben Jahr erhielt sie $200.000 von den Open Society Foundations for the project “Measuring Disinformation: Applied Research and Policy Development & Advocacy in Germany.”

Kommentar:
Die SNV entstand nach der Krise von 2008 unter der Prämisse, dass eine sektorübergreifende Zusammenarbeit die öffentliche Politik retten kann. Fünfzehn Jahre später hat ihr Plattformregulierungsprojekt Weißbücher, Expertenrunden und lebhafte Konsultationen hervorgebracht, die Brüsseler Vorschriften in die nationale Praxis umsetzen. Der Stil des Hauses ist pragmatisch, Zahlen stehen an erster Stelle und beruhen auf dem Glauben, dass präzise Messwerte die Undurchsichtigkeit von Unternehmen zähmen werden. Doch der Rahmen ist eng gesteckt. Die SNV behandelt marktbeherrschende Plattformen als Gefahren, die geprüft werden müssen, und nicht als politische Akteure, die die Debatte durch ihre Gestaltung beeinflussen. In den Papieren werden Aufsichtsgremien benannt, Berichtspflichten vorgeschlagen und Risiko-Dashboards gefordert, aber Marktkonzentration und Werbeanreize bleiben weitgehend unberücksichtigt. Die Finanzierung erfolgt über deutsche Philanthropien und EU-Verträge; der Think Tank umkreist also die Institutionen, die er berät. Das Ergebnis ist eine ausgefeilte, politikfähige Analyse, die bestehende Regulierungsbestrebungen festigt, während sie der tieferen Frage ausweicht, ob eine schrittweise Aufsicht die Aufmerksamkeitswirtschaft selbst umlenken kann.

Über die Organisation

Began content controls: 

2017

Status:
Aktiv
Durchführer
en_USEnglish

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