jugendschutz.net wurde 1997 gegründet und ist das gemeinsame Kompetenzzentrum der Bundesländer für den Kinder- und Jugendschutz im Internet in Deutschland. Es arbeitet unter dem Dach des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) und hat den Auftrag, jugendgefährdende Online-Inhalte zu beobachten, zu identifizieren und dagegen vorzugehen. Seine Finanzierungsquellen Dazu gehören die Landesmedienanstalten (545.000 € im Jahr 2024), die Obersten Landesjugendbehörden (470.000 €), das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (3.250.000 € über den Kinder- und Jugendplan und 245.000 € über das Programm "Demokratie leben!") sowie die Europäische Kommission (108.100 € über Safer Internet und 29.600 € für das Projekt SafeNet). jugendschutz.net ist maßgeblich an mehreren transnationalen Netzwerken beteiligt: dem Safer Internet Centre Deutschlanddie Internationales Netzwerk gegen Cyber-Hass (INACH) und leitet EU-geförderte Projekte wie "Berichterstattung für sicherere Online-Umgebungen" (SafeNet). Sie prüft regelmäßig, ob die Plattformen die EU-Kodizes für illegale Hassreden einhalten.
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Jugendschutz.net
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Europäische Kommission, Deutsches Bundesprogramm "Demokratie leben! [Demokratie leben!], Die Medienanstalten, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)" Weniger sehen
Überwachung und Berichterstattung für sicherere Online-Umgebungen (SafeNet)
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Kommentar:
Jugendschutz.net ist ein Beispiel für Deutschlands hybrides Regulierungsmodell, das gesetzliche Befugnisse, Bund-Länder-Kooperationen und die Finanzierung durch die Europäische Kommission unter der Schirmherrschaft des Jugendschutzes miteinander verbindet. Seine Überwachungsaktivitäten gehen über die Normen des Kinderschutzes hinaus und umfassen eine systematische Prüfung von so genannter Hassrede, Verschwörungstheorien und Desinformation, oft in Zusammenarbeit mit Akteuren aus der Industrie und Nichtregierungsorganisationen, deren Interessen sich mit den Zielen der Regulierung überschneiden. Über INACH und das Safer Internet Center Deutschland beteiligt es sich an der Überwachung von EU-Verhaltenskodizes, die die Moderation von Plattformen als normale regulatorische Verpflichtung und nicht als politische Entscheidung einbeziehen. Die überwiegende Finanzierung durch das BMFSFJ, ergänzt durch EU-ZuschüsseDamit ist jugendschutz.net sowohl in die nationale als auch in die Brüsseler Politik eingebettet und ein nicht rechenschaftspflichtiger Knotenpunkt in der sich entwickelnden europäischen Sprachregulierungsarchitektur. Die Doppelrolle von jugendschutz.net als Kontrollinstanz und Beschwerdestelle verwischt die Grenze zwischen Jugendschutz und zulässigem Diskurs im weitesten Sinne.
Jugendschutz.net ist ein Beispiel für Deutschlands hybrides Regulierungsmodell, das gesetzliche Befugnisse, Bund-Länder-Kooperationen und die Finanzierung durch die Europäische Kommission unter der Schirmherrschaft des Jugendschutzes miteinander verbindet. Seine Überwachungsaktivitäten gehen über die Normen des Kinderschutzes hinaus und umfassen eine systematische Prüfung von so genannter Hassrede, Verschwörungstheorien und Desinformation, oft in Zusammenarbeit mit Akteuren aus der Industrie und Nichtregierungsorganisationen, deren Interessen sich mit den Zielen der Regulierung überschneiden. Über INACH und das Safer Internet Center Deutschland beteiligt es sich an der Überwachung von EU-Verhaltenskodizes, die die Moderation von Plattformen als normale regulatorische Verpflichtung und nicht als politische Entscheidung einbeziehen. Die überwiegende Finanzierung durch das BMFSFJ, ergänzt durch EU-ZuschüsseDamit ist jugendschutz.net sowohl in die nationale als auch in die Brüsseler Politik eingebettet und ein nicht rechenschaftspflichtiger Knotenpunkt in der sich entwickelnden europäischen Sprachregulierungsarchitektur. Die Doppelrolle von jugendschutz.net als Kontrollinstanz und Beschwerdestelle verwischt die Grenze zwischen Jugendschutz und zulässigem Diskurs im weitesten Sinne.