DYNAMO (Dynamiken der Desinformation erkennen und bekämpfen) war ein 1,6-Millionen-Euro-Projekt, das vollständig vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird (AGIL 4 line) which ran from Sept. 2021 – August 2024. It was coordinated by Fraunhofer SIT in Darmstadt with three academic partners: the Universities of Duisburg-Essen and Kassel and Stuttgart Media University. The consortium studied how false or manipulative content travels through closed messenger services such as Telegram or WhatsApp. Work packages scraped publicly accessible channels, classified narrative patterns, analysed user-to-user forwarding behavior and evaluate “prebunking” messages to warn users before allegedly deceptive items gain traction. A cross-disciplinary team – computer science, psychology, journalism, law – assessed technical detection tools alongside questions of data protection and proportional regulation.
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DYNAMO project
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Kommentar:
DYNAMO spiegelt das Berliner Rezept zur Bekämpfung von Desinformation wider: Förderung kurzer, interdisziplinärer Konsortien, die Problemfelder kartieren und technologische Lösungen erproben. Der Schwerpunkt liegt auf Messenger-Diensten. Das Projekt stellte das "Prebunking" in den Vordergrund, räumte aber in seinem eigenen Strategiepapier ein, dass es nur wenige Belege für die Wirksamkeit von Messenger-Diensten gibt. Da die Finanzierung vollständig öffentlich war, waren Fraunhofer und die Universitäten frei von direkten Verstrickungen mit den Plattformen, aber das Strategiepapier betonte neue rechtliche Pflichten für Anbieter, ohne die Kompromisse beim Datenschutz für die Massenüberwachung gleichermaßen abzuwägen. Hinter diesem technischen Rahmen verbirgt sich jedoch die ideologische und politische Mission, den öffentlichen Diskurs zu beeinflussen, indem man in die individuelle Kommunikation der Bürger eingreift, und zwar in einem Verfahren, das offen mit einem klinischen Eingriff verglichen wird.
DYNAMO spiegelt das Berliner Rezept zur Bekämpfung von Desinformation wider: Förderung kurzer, interdisziplinärer Konsortien, die Problemfelder kartieren und technologische Lösungen erproben. Der Schwerpunkt liegt auf Messenger-Diensten. Das Projekt stellte das "Prebunking" in den Vordergrund, räumte aber in seinem eigenen Strategiepapier ein, dass es nur wenige Belege für die Wirksamkeit von Messenger-Diensten gibt. Da die Finanzierung vollständig öffentlich war, waren Fraunhofer und die Universitäten frei von direkten Verstrickungen mit den Plattformen, aber das Strategiepapier betonte neue rechtliche Pflichten für Anbieter, ohne die Kompromisse beim Datenschutz für die Massenüberwachung gleichermaßen abzuwägen. Hinter diesem technischen Rahmen verbirgt sich jedoch die ideologische und politische Mission, den öffentlichen Diskurs zu beeinflussen, indem man in die individuelle Kommunikation der Bürger eingreift, und zwar in einem Verfahren, das offen mit einem klinischen Eingriff verglichen wird.