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Democracy Reporting International (DRI)

Wichtige Geldgeber:
Das Auswärtige Amt (AA), die Stiftung Mercator, Civitates, European Cultural...Alle sehen
Auswärtiges Amt (AA), Stiftung Mercator, Civitates, Europäische Kulturstiftung, Reset Tech Weniger sehen
Verwandte Projekte: 
Disinfo Radar, Digital Democracy Monitor, Einschätzung der Online-Risiken für die Bundestagswahl 2021
Starke Verbindung zu: 
Disinfo Radar, Upgrade Democracy, Tagesspiegel Innovation Lab...Alle sehen
Disinfo-Radar, Upgrade Democracy, Tagesspiegel Innovation Lab Weniger sehen

Democracy Reporting International ist eine in Berlin eingetragene gemeinnützige Organisation, die 2006 gegründet wurde, um das Wahlrecht und die Verfassungsgestaltung im Ausland zu stärken. Seit 2019 verlagert sich der Schwerpunkt auf eine Digitale Demokratie Programm, das behauptet, Online-Manipulationen zu erfassen und zu bekämpfen. Zu den Vorzeigeprojekten gehören Disinfo-Radareine interaktive Serie über synthetische Medien und andere neue "Täuschungswerkzeuge". finanziert durch das deutsche Auswärtige Amt. Eine begleitende Website, die Monitor Digitale Demokratiebietet Open-Source-Toolkits und einen Knowledge Hub zur Verfolgung von EU-Vorschriften; diese Ressourcen wurden mit Zuschüssen von Civitates und Stiftung Mercator. DRIs Jahresbericht für 2023 listet Gesamteinnahmen von 6,68 Millionen Euro auf, von denen 3,16 Millionen Euro vom Auswärtigen Amt stammen. Im selben Jahr trat die Organisation dem überarbeiteten EU-Verhaltenskodex für Desinformation bei und legte kurz darauf, im September 2024, ihren ersten Transparenzbericht vor. Frühere Studien zum Wahlrisiko, wie zum Beispiel eine Reset-finanzierte Prüfung des Bundestagswahlkampfes 2021die Methodik der Gruppe von deutschen auf EU-Kampagnen ausweiten.

Kommentar:
DRI ist eine weitere Gruppe, die sich dem Kampf gegen Desinformation in den sozialen Medien verschrieben hat "nach den kontroversen Wahlen in den USA und dem Brexit-Referendum in Großbritannien". Ihre Risikobewertung bietet eine flotte Taxonomie der digitalen Bedrohungen im Zusammenhang mit Wahlen. Online-Anzeigen werden vor allem als Vektoren für Intransparenz behandelt, Hassreden als Beweis für das Versagen von Plattformen und ausländische Akteure als latente Saboteure. In einem Bericht über die Bundestagswahl 2021 endet jeder Abschnitt mit Forderungen nach strengeren Offenlegungsregeln, erweiterten Zeitfenstern für die Entfernung von Anzeigen und neuen Aufsichtsmandaten - Empfehlungen, die sich an bereits kursierende EU-Vorschläge anlehnen. Die Methode des Berichts stützt sich eher auf Expertenbefragungen als auf neue Daten, was eher zu einer politischen Wunschliste als zu einer empirischen Prüfung führt. Der von Reset, einer in London ansässigen Philanthropie, finanzierte Bericht fügt sich nahtlos in den transatlantischen Konsens ein, wonach das Misstrauen der Bevölkerung gegenüber den herrschenden Institutionen und Politikern eher auf eine unzureichende Mäßigung als auf eine substanzielle politische Entfremdung von den Parteien der Mitte zurückzuführen ist. Die Prämisse, dass "Online-Risiken" durch verfahrenstechnische Korrekturen neutralisiert werden können, lässt wenig Raum für die Untersuchung der Frage, wie die etablierten Parteien und Institutionen selbst das Micro-Targeting ausnutzen oder wie die Medienkonzentration die öffentliche Debatte beeinflusst. DRI zeigt die Gefahren auf, verordnet aber technokratische Hygiene anstelle von mehr demokratischer Beteiligung.

Über die Organisation

Began content controls: 

2016

Status:
Aktiv
Durchführer
en_USEnglish

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