Campact e.V. ist eine deutsche Kampagnenorganisation mit mehr als 3 Millionen Unterstützer die Online- und Straßenaktionen für Umwelt, soziale Gerechtigkeit und Bürgerrechte durchführt. Sie gehört zu den wichtigsten NRO-Gegnern der populistisch-nationalistischen AfD und hat erfolgreich Kampagnen zur Blockade ihrer Ausschussvorsitzenden im Bundestag und auf Landesebene durchgeführt. Über ihre Petitionsplattform WeAct veranstaltet sie auch Anti-Missinformationskampagnen wie “Misch dich ein – für ein #NetzohneHass,” [Engagieren Sie sich - für ein Netz ohne Hass], die rund 8.600 Unterschriften sammelte und die Nutzer auf ein inzwischen archiviertes Berichtsportal verwies. Campact hat auch fordert Google und YouTube auf, angebliche falsche Behauptungen und Hassreden zu unterbinden. Seit dem Verlust der Gemeinnützigkeit im Jahr 2019 arbeitet sie als spendenfinanzierter Verein und über ihre Schwesterstiftung, hält eine Beteiligung an der HateAid gGmbHeine Rechtshilfegruppe für Personen, die behaupten, Opfer von Online-Missbrauch zu sein.
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Campact
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Kommentar:
Die Vorgehensweise von Campact bei Fehlinformationen folgt dem allgemeinen Drehbuch der Gruppe: eine moralische Bedrohung darstellen, Unterschriften sammeln, Maßnahmen der Plattform fordern. Der Aufruf #NetzohneHass verbindet Online-Missbrauch mit AfD-Gewinnen und zitiert eine Eine Studie des Institute for Strategic Dialogue aus dem Jahr 2018 zeigt, dass fünf Prozent der Facebook-Accounts die Hälfte aller Likes für hasserfüllte Beiträge erhielten.. Die Forderung der Petition nach stärkerer Mäßigung beruht jedoch auf der gleichen konzentrierten Macht der Plattform, die sie eindämmen will. Die Rolle von Campact als Anteilseigner von HateAid signalisiert eine Abkehr von der Agitation hin zu juristischem Aktivismus, wirft aber auch Fragen zu Überschneidungen zwischen Spendensammeln, Lobbyarbeit und Dienstleistungserbringung auf. Die Streichung der Organisation aus dem Wohltätigkeitsregister im Jahr 2019 unterstreicht das Unbehagen der Behörden gegenüber offenkundig politischen Kampagnen unter dem Banner der Zivilgesellschaft. Die Arbeit der Organisation zur Bekämpfung von Fehlinformationen ist daher untrennbar mit einer umfassenderen Strategie verbunden: Sie will die Öffentlichkeit alarmieren, um Druck auf private Unternehmen und Gesetzgeber auszuüben, und gleichzeitig ihr eigenes parteipolitisches Profil bewahren.
Die Vorgehensweise von Campact bei Fehlinformationen folgt dem allgemeinen Drehbuch der Gruppe: eine moralische Bedrohung darstellen, Unterschriften sammeln, Maßnahmen der Plattform fordern. Der Aufruf #NetzohneHass verbindet Online-Missbrauch mit AfD-Gewinnen und zitiert eine Eine Studie des Institute for Strategic Dialogue aus dem Jahr 2018 zeigt, dass fünf Prozent der Facebook-Accounts die Hälfte aller Likes für hasserfüllte Beiträge erhielten.. Die Forderung der Petition nach stärkerer Mäßigung beruht jedoch auf der gleichen konzentrierten Macht der Plattform, die sie eindämmen will. Die Rolle von Campact als Anteilseigner von HateAid signalisiert eine Abkehr von der Agitation hin zu juristischem Aktivismus, wirft aber auch Fragen zu Überschneidungen zwischen Spendensammeln, Lobbyarbeit und Dienstleistungserbringung auf. Die Streichung der Organisation aus dem Wohltätigkeitsregister im Jahr 2019 unterstreicht das Unbehagen der Behörden gegenüber offenkundig politischen Kampagnen unter dem Banner der Zivilgesellschaft. Die Arbeit der Organisation zur Bekämpfung von Fehlinformationen ist daher untrennbar mit einer umfassenderen Strategie verbunden: Sie will die Öffentlichkeit alarmieren, um Druck auf private Unternehmen und Gesetzgeber auszuüben, und gleichzeitig ihr eigenes parteipolitisches Profil bewahren.