Aktion Tu Was ist die Kampagne der Bundespolizei, die seit 2001 zu "Zeig Zivilcourage" aufruft. Die 2019 mit einem jugendfreundlichen Redesign neu gestaltete Website bietet sechs Grundregeln - wachsam bleiben, die Polizei rufen, Unbeteiligte hinzuziehen, Details notieren, erste Hilfe leisten, die Stimme erheben -, die durch kurze Clips und ein "#civilianheroes"-Quiz veranschaulicht werden, das Straßenbelästigung mit Online-Hass und Radikalisierung in Verbindung bringt. Plakate, Aufkleber und Klassensätze können kostenlos bestellt werden; auf den sozialen Kanälen werden Werbespots und Berichte von Überlebenden veröffentlicht. Das Programm ist bei ProPK angesiedelt, dem gemeinsamen Büro der deutschen Länder und des Bundeskriminalamts mit Sitz beim LKA Baden-Württemberg. Die Finanzierung ist daher öffentlich; kommerzielle Sponsoren sind nicht aufgeführt.
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Aktion Tu Was
Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK)
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Kommentar:
Die Aktion Tu Was verkörpert die bevorzugte Antwort des Staates auf Hassreden und damit verbundene Probleme: Rufen Sie den Mut der Bürger auf und rufen Sie dann den Streifenwagen. Quizszenarien spielen mit Risiko und Etikette - wählen Sie "um Hilfe rufen" oder "den Tatort filmen" - und gehen davon aus, dass die Behörden schnell und unparteiisch reagieren werden. Die Aktion Tu Was mag die Nerven des Einzelnen stärken, doch ihre Pädagogik hält sich von Systemkritik oder kritischer Reflexion fern, von Selbstreflexion ganz zu schweigen. Mit der Initiative "Zivile Helden" wurde 2019 der Fokus auf Online-Äußerungen ausgeweitet, um vor der Zunahme von nachweisbaren und meldepflichtigen Hassreden zu warnen, die aus dem Keim eines unpassenden Kommentars entstehen.
Die Aktion Tu Was verkörpert die bevorzugte Antwort des Staates auf Hassreden und damit verbundene Probleme: Rufen Sie den Mut der Bürger auf und rufen Sie dann den Streifenwagen. Quizszenarien spielen mit Risiko und Etikette - wählen Sie "um Hilfe rufen" oder "den Tatort filmen" - und gehen davon aus, dass die Behörden schnell und unparteiisch reagieren werden. Die Aktion Tu Was mag die Nerven des Einzelnen stärken, doch ihre Pädagogik hält sich von Systemkritik oder kritischer Reflexion fern, von Selbstreflexion ganz zu schweigen. Mit der Initiative "Zivile Helden" wurde 2019 der Fokus auf Online-Äußerungen ausgeweitet, um vor der Zunahme von nachweisbaren und meldepflichtigen Hassreden zu warnen, die aus dem Keim eines unpassenden Kommentars entstehen.